Die Begegnung  mit einem Fernreiseradler in den einsamen und unendlichen Weiten im kanadischen Yukon-Territory, veränderte meine Art des Reisens grundlegend.

Dieser Radfahrer war gerade auf seiner ersten Etappe der Panamericana, die ihn bis nach Feuerland, der südlichsten Spitze Südamerikas, führen sollte.

Als Selbstständiger nahm er sich jedes Jahr für 6-8 Wochen die Freiheit, um eine Etappe zu fahren. 

Im Jahr zuvor beendete er eine mehrmonatige, über mehrere Jahre verteilte Reise entlang der Seidenstraße.

Was dieser Mann zu berichten hatte, war so inspirierend, dass ich mich näher mit dem Fahrradreisen befasste.

Das Fahrrad ist per Flugzeug, Bahn, Bus und Auto transportierbar. So kommt man überall hin oder wieder weg und kann auch mal uninteressante Teilabschnitte oder klimatische Sondersituationen überbrücken.

Der Radfahrer ist viel näher an den Menschen, als beispielsweise der Autotourist. Ich erlebe immer wieder, wie schnell ich in Kontakt mit den Menschen komme. Der Radler auf seinem bepackten Fahrrad ist für viele interessant.

Und auch das Naturerlebnis ist deutlich intensiver, da man fast immer "mittendrin ist". Ob wechselnde Klimata, Wälder, Berge, Seen oder das Meer. Alles spürt man jederzeit hautnah.

Dazu kommt, dass diese Art der Fortbewegung äußerst gesund ist, einen fit hält und, ein angenehmer Nebeneffekt, kostengünstig ist.