Details zum Trans Canada Trail

Die Idee des TCT entstand 1992 anlässlich der Feierlichkeiten zum 125. Geburtstag des Landes. Die "Trans Canada Trail Foundation" setze sich das Ziel, bis zum 150. Geburtstag am 1.Juli 2017 den Trail fertigzustellen. Er sollte alle 10 Provinzen (vergleichbar mit den Bundesländern Deutschlands) und die drei Territorien des Landes miteinander verbinden und so auch die Einheit des Landes und der verschiedenen Ethnien symbolisieren. Ein weiteres Ziel war, die in der kanadischen Natur möglichen Aktivitäten Wandern, Radfahren, Reiten, Ski-Langlauf und Kanu-/Kajakfahren zu ermöglichen. Bis auf die Wasserrouten sind auf vielen Abschnitten diese Fortbewegungsmöglichkeiten parallel möglich.

Von der Küste des arktischen Ozeans im Norden bis nördlich von Edmonton in der Provinz Alberta kann man zwischen einer Landroute und einer Wasserroute wählen. Die Landroute folgt weitestgehend dem Dempster-, Klondike- und bis Dawson Creek dem Alaska Highway, während die Wasserroute auf dem Mackenzie River verläuft. In der Provinz Ontario gibt es zwischen Kenora und Quetico Provincial Park und am nördlichen Ufer des Lake Superior von Thunder Bay bis Sault Ste. Marie nur eine Wasserroute. Hier müssen die Landaktivisten sich entweder auf das Wasser wagen oder  eine der beiden Highways fahren.

Die Trasse des Trails wurde bewusst so angelegt, dass sie sowohl durch die riesige Wildnis des Landes als auch das ländliche und städtische Kanada führt. Ungefähr 75% des Trails bestehen aus bereits vorhandenen Wanderrouten und stillgelegten Eisenbahntrassen, Nationalparks und schließt alle bedeutenden Metropolen des Landes ein. 

Die wohl meistbenutzte Route dürfte die Querverbindung zwischen dem Pazifischen und Atlantischen Ozean sein (die auch ich fahre).

 

Auf der "Pazifik-Atlantik-Route" ist es für Radfahrer empfehlenswert, in Victoria zu starten und bis St. John`s zu fahren, da von West nach Ost die vorherrschende Windrichtung ist.

 

Besonderes Augenmerk sollte man bei der Planung auf die Jahreszeiten legen. So sollte beispielsweise eine Querung der Rocky Mountains in British Columbia vor Mitte Mai nur der Wintersportler in Angriff nehmen und der Osten des Landes ist im Herbst zurzeit des Indian Summers besonders zu empfehlen.

Der Trans Canada Trail ist eine Non-Profit-Organisation und wird überwiegend aus Spenden finanziert. Die Regierung Kanadas verpflichtete sich, jeden gespendeten Dollar mit einem aus Staatsmitteln zu ergänzen.

Der Bau und die Unterhaltung des Trails werden hauptsächlich von Ehrenamtlichen durchgeführt.