Ich entschied mich für ein Idworx oPinion in der Travel-Version. Wichtig ist mir, dass mein Fahrrad bei jedem Beladungszustand über sehr gute Fahreigenschaften ver-fügt. Alle Komponenten müssen funktional,  sehr stabil und möglichst wartungsfrei sein. Das Idworx bringt diese Anforder-ungen am besten auf einen Nenner. Das hat natürlich seinen Preis. Aber größere Schäden aufgrund Materialermüdungen oder gar ein Unfall wegen ver-sagender Bremsen am Ende einer Passabfahrt mit der Folge eines Reiseabbruchs sind teurer und tragisch. Der Traum wäre aus-geträumt.

Sich auf seinen Drahtesel verlas-sen zu können, ist das A&O einer Fahrradreise in ferne Länder und für mich kompromisslos. Einzelne Komponenten herauszuheben würde dem Rad nicht gerecht werden, da es "bis zur letzten Schraube" qualitativ Spitzen-klasse ist. Ich ergänzte es lediglich um die längeren Barends von Ergon und einen verstellbaren Lenkervorbau. Die Pedale tauschte ich gegen welche von Crankbrothers, da mir die Originale bei Nässe etwas zu rutschig waren. Beim Sattel blieb ich der Marke Terry treu, passte aber das Modell meinem Allerwertesten an. 

Meine Erwartungen an das Rad wurden absolut erfüllt. Um es kurz zu machen, ich hatte auf 3.500 km lediglich einen Platten. Wer sich für den Blog interessiert kann verfolgen, wie materialverschleißend teilweise die Pisten waren. Trotz eines Gesamtgewichts von 150 kg steckte das Rad alles problemlos weg und war fahrtechnisch jedem Untergrund und jeder Fahrsituation gewachsen. Selbst bei einer Talfahrt im Hochgebirge mit 72 km/h "lag" es, trotz des Gepäcks (siehe Foto), satt und ohne jegliches Flattern auf dem Asphalt. Einige Stürze auf losem Untergrund hatten lediglich ein paar Schrammen zur Folge. Was der Almotion-Reifen von Schwalbe leistete ist schlicht phänomenal und trotz des eher feinen Profils, verfügt er auch auf unbefestigten Wegen über ausreichende Traktion. Erst bei tiefem Sand kam er an seine Grenze. Hier könnte man als Alternative an den Mondial denken.

In der Reihenfolge der Häufigkeit musste ich bei anderen Radlern erleben: 1. gebrochene Gepäckträgerstreben, 2. gerissene Speichen, 3. gebrochene Gabeln und 4. gerissene Ketten. Rahmenbrüche sah ich keine. Der Fairness halber muss erwähnt werden, dass, mit Ausnahme eines Kettenschadens, bei den Problemfällen kein "deutsches Premiumprodukt" dabei war. Meistens waren es amerikanische Hersteller.