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Georgian Bay – In den Blue Mountains

Pause im Schatten

 

Ich war dankbar, als ich die Blue Mountains erreichte. Vorher fuhr ich von Bucht zu Bucht und sah kilometerlang hauptsächlich Wochenendhäuser. Die teuren links von mir zwischen der kleinen Straße und dem Seeufer und die etwas preiswerteren rechts von der Straße. Gab es eine der seltenen Lücken, hörte ich schon von Weitem den Baustellenlärm, denn auch diese wurden erbarmungslos zugebaut.
Die Blue Mountains, ein Mittelgebirge, das bis zum Lake Huron reicht, ist das beliebteste Wintersportgebiet Ontarios. Und so hatten Muskeln und Kreislauf wieder reichlich zu tun, denn ich fuhr um höchsten Punkt in der Gegend, um mir die Scenic Caves anzusehen. Doch vor den Höhlen und dem Felsenlabyrinth überquerte ich eine spektakuläre Hängebrücke hoch über den Baumwipfeln eines Urwaldes. Die Höhlen dienten früher den Ureinwohnern teilweise als Vorratskammern, da sie auch im Sommer kalt blieben. Auch der Pfad zwischen den Höhlen war kalt, weshalb ich dort zügig durchkraxelte.
Zurück am See dann eine große Überraschung, denn über viele Kilometer ist das Ufer ohne Bebauung und die Strände sind öffentlich. Bei Wasaga Beach soll es den längsten Süßwasserstrand der Welt geben, was die Zahl der Touristen und Campingplatzpreise eindeutig belegen.
Ich radelte hier ziemlich zügig durch, nach wochenlanger „Seebegleitung“ war mir wieder nach Wald und kanadischer Wildnis zumute.

 

 

 

 

 

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