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Dem schlafenden Riesen auf den Kopf gestiegen

Mit dem Rad zum Aufstieg

 

So gestärkt machte ich mich gleich zur Königsetappe der vielen Wanderwege auf, hinauf auf die Spitze des „schlafenden Riesen“ zum Top of the Giant. Einer Sage der indianischen Ureinwohner nach ist es der Gott Nanibijou, der sich aus Verärgerung über sein Volk hier schlafen gelegt hatte. So entstand also diese schöne Halbinsel.

 

Mangels Dusche sprang ich morgens zuerst in den See. Knurrte ich gestern noch wegen fehlender Duschen, das Bad im See war viel schöner. Duschen, Wachwerden und Frühsport in einem. Da schmeckte das Frühstück gleich viel besser.

 

Die ersten 19 km des Trails konnte ich mit dem Rad fahren. Am Ende der Biker-Route war ein Fahrradständer zum Anschließen. Der 6,5 km lange Wanderweg hoch auf den Felsen ist als „extrem“ eingestuft. Und tatsächlich, ganze Abschnitte kraxelte ich mehr, als das ich wanderte. Aber die Natur und die gelegentlichen Ausblicke auf den Lake Superior waren mehr als eine Entschädigung für die Anstrengung. Oben gibt es am Rand der 330 m hohen Klippen atemberaubende Aussichten. Und zum Glück wehte es ordentlich, was eine prima Erfrischung mit sich brachte. Erstaunlicherweise waren nur wenige Menschen unterwegs, da sie sich auf die vielen Trails verteilten, sodass ich die ganze Zeit in Stille die Natur genießen konnte. Einzig der Wind sorgte für ein Rascheln in den Baumkronen und hin und wieder trug er das Rauschen der Brandung hoch. Oben fand ich direkt am Ende der Klippe ein schattiges Plätzchen, zwei wie eine Sitzbank versetzte Felsen. Perfekt, um mich an der weiten Aussicht des endlosen Sees sattsehen zu können. Die Eindrücke dieser Wanderung werde ich nicht so schnell vergessen!!!

 

Zurück auf dem Campingplatz ging es als erstes in den See, um mich zu erfrischen und die Mischung aus Mückenspray und Sonnencreme von Armen und Beinen zu waschen. 

 

 

 

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