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Abflug

Gut verpackt verschwand mein treuer Begleiter im Bauch des Airbus.
Gut verpackt verschwand mein treuer Begleiter im Bauch des Airbus.

Ein lachendes und ein weinendes Auge

 

Auf einmal war es vorbei! Die Vorbereitungen für den Rückflug waren arbeitsintensiv. Alles musste passen, vieles war notwendig. Für sentimentale Gefühle war kein Raum. Erst auf den letzten Radelkilometern vor dem Flughafen begriff ich "Jetzt ist es vorbei". Doch die mit dem Fahrrad überforderte Security des Flughafens ließ Wehmut nicht zu. Größe, Verpackung, Gewicht - alles angeblich gegen die Vorschriften. Dabei war ich tags zuvor noch bei der Fluggesellschaft, um mich nach den Vorschriften zu erkundigen. Und genau nach deren Vorgaben hatte ich mich gehalten. Alles Reden half nichts, der Sicherheitsbeauftragte verweigerte die Abfertigung. Ich beschwerte mich bei der Fluggesellschaft, die sich sofort des Problems annahm. Eine Untersuchung des "Objektes" ergab, dass alles vorschriftsmäßig war. "Wenn alle Fluggäste ihr Sperrgepäck so sorgfältig wie Mr. Weber verpacken würden, hätten wir weniger Ärger. Das Rad wird so mitgenommen, wie es hier steht", stutze die Managerin den Securitymitarbeiter scharf zurecht. Und auf einmal klappte alles wie am Schnürchen. Die Gute überwachte die Abfertigung noch so lange, bis das Rad in den Eingeweiden der Abfertigung verschwand. "Na also, geht doch", verabschiedete sie sich augenzwinkernd von mir. Hier scheinen die Abfertigungsmitarbeiter wohl der Fluggesellschaft unterstellt zu sein. Erst beim Warten auf das Boarding entspannte ich mich und ein zwiespältiges Gefühl machte sich in mir breit. Zum Einen die Trauer über das Ende einer fantastischen Reise, zum anderen freute ich mich auf mein Zuhause und das Wiedersehen mit meinem Sohn. Doch mit dem Gedanken "nach der 1. Etappe ist vor der 2. Etappe" erfüllte mich eine große Freude.

Sohnemann und Hamburg ich komme! Kanada, wir sehen uns wieder!

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