Durch das schöne Elk Valley nach Alberta

Die "Einfahrt" in das schöne Elk Valley.

 

 

Von Anni und Jim aus fuhr ich über Cranbrook und Elk zum Wintersportort Fernie. Das ging für Trail-Verhältnisse sehr schnell, denn zum Teil war der Trail über viele Kilometer asphaltiert und glatt wie ein Baby-Popo. In Fernie machte ich im Hostel etwas Pause, weil es ein sehr schönes Hostel ist und ich hatte einen 10-Mann-Schlafsaal ganz für mich. Da der Trail von Fernie bis zum Elk Valley immer parallel zur Landstraße führt und ich zu dieser immer „Hörkontakt“ hatte und ich sie auch sehr oft sehen konnte, fuhr ich dann gleich auf dem Seitenstreifen der Landstraße. So kam ich wieder gut voran und schonte das Rad und meine Knochen. Im Nachhinein war das sehr gut, denn ich musste in Fernie meine Übernachtungen für Banff und Lake Louise reservieren. Diese Orte sind seit Wochen ausgebucht. Sowohl die Campgrounds als auch die Hotels und Hostels. Ich bekam gerade eben noch ein Bett im Schlafsaal. Das liegt daran, dass mittlerweile die kanadischen Ferien begonnen haben, diese Nationalparks zu den Highlights von Kanada gehören und die Regierung zum 150sten Geburtstag des Landes überall freien Eintritt gewährt. Normalerweise zahlt man kräftig für die Nationalparks. Ich hatte also, ganz ungewohnt für mich, Termine!!!! Beim Reservieren muss man die Kreditkartennummer angeben und es wird gnadenlos abgebucht. Ob du nun kommst oder nicht. Ich hatte die Zeit bis Banff gut bemessen. Dachte ich zumindest. Aber es kam (wie so oft auf diesem Trail) anders und so war es gut, dass ich anfangs so zügig unterwegs war. Ohne diesen „Vorsprung“ hätte ich Banff nicht pünktlich erreicht.

 

In dieser Gegend wird Kohle im Tagebau abgebaut. Die Kohle ist sehr hochwertig und es besteht eine weltweite Nachfrage. Zuerst dachte ich, mit Blick zu den schwarzen Rauchschwaden auf den Bergen, dass es auch hier brennen würde, aber es war der Kohlestaub der Mine.
In Sparwood steht ein ausgedienter LKW-Kipper, der in seiner Dienstzeit vor 20 Jahren der größte LKW der Welt war. Er konnte 320 Tonnen Kohle auf einmal transportieren. Natürlich musste ich mich mitsamt Rad vor einem der riesigen Reifen postieren.    

 

Ich fuhr dann durch das schöne Elk Valley (Hirschtal), bekannt durch seinen Wildreichtum. Auch die Bärendichte ist hier sehr hoch, gesehen habe ich keinen. Allerdings lag auf dem Trail jede Menge abgeschupptes Fell. Dafür konnte ich umso mehr Rotwild beobachten.

 

Am Ende des Elk Valley steht ein Holztor, das die Grenze zwischen British Columbia und Alberta markiert. Ich fuhr somit in die zweite Provinz (so nennt man hier die Bundesländer).
Auf Wiedersehen „BC“. Du warst anstrengend, aber wunderschön.
Ich bin jetzt übrigens auch in einer neuen Zeitzone, der „Mountain Time“ und somit nur noch acht Stunden hinter Europa. Und um das Triple komplett zu machen, kurz vor Alberta machte ich die 2.000 km voll.     

Es geht im Blog jetzt mit Alberta weiter. Das Scrollen wird fürs Erste kürzer.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Georg Weimer (Donnerstag, 20 Juli 2017 21:50)

    Lieber Ernst, morgen bricht Laurens mit seinem Fahrrad zur Baltikum Fahrradtour auf. Ebenso mit vier Satteltaschen. Er wird sicherlich an dich denken. Danke dir für deine Infos. ich habe immer wieder Freude an deinen BErichten und lebe so aus der Distanz gerne ein wenig mit Ich habe ab morgen Ferien.
    Sei du auf das herzlichste gegrüßt
    Dein Volksdorfer

  • #2

    Inga (Donnerstag, 20 Juli 2017 23:07)

    Ganz schön schmal bist du geworden! Ich hoffe, es geht jetzt leichter voran und bin gespannt, wie anders Alberta sein wird. Wir fahren morgen nach Meck-Pomm und haben dort nicht immer Empfang. Ich melde mich also auch ein kleines bisschen ab ;)
    Herzensgrüße
    von Schwester und Schwager (der endlich Semesterferien hat)