Die erste Tour führte nach Victoria

Campground McDonald
Campground McDonald

Meine erste Nacht in Kanada verbrachte ich bei Regen im Wald-Campingplatz "McDonald". Statt eines amerikanischen Spezialitätenrestaurants waren hier nur Plumsklos und draußen ein Wasserhahn. Eigentlich wollte ich hier ein paar Tage bleiben, um erst einmal "anzukommen". Aber bei einem mehrtägigen Aufenthalt brauche ich schon einen Mindestkomfort wie Duschen und Strom. Der moderne Radler reist heutzutage schließlich mit Netbook, GPS und ähnlichen Stromfressern.

Also packte ich das nasse Zelt ein und wollte gerade los, da kamen die beiden Frauen vom Vorabend, Justa und Shannon. Sie brachten noch Johann aus Saarbrücken mit, der gestern wohl noch nach uns ankam und fragten mich, ob ich mit zum Frühstück in den nächsten Ort käme. Na klar, ein Frühstück in netter Gesellschaft, da schmeckt es gleich viel besser.  

Frühstück/Lunch in Sidney auf Vancouver Island
Frühstück/Lunch in Sidney auf Vancouver Island

Meine ersten Bekanntschaften in Kanada: Shannan und Justa, die auf einem verlängerten Wochenendtrip sind. Und Johann, der als Hiker unterwegs ist.

Pause zum Trocknen
Pause zum Trocknen

Nach dem Essen zog jeder von uns weiter. Ich radelte an der Küste entlang Richtung Victoria, der Hauptstadt von British Columbia und der westliche Startpunkt des "Trans Canada Trail". Das Wetter wurde von Stunde zu Stunde besser und so konnte ich eine Pause einlegen und das Zelt trocknen. Nach 55 km erreichte ich bei strahlendem Sonnenschein Victoria. Genau die richtge Entfernung, um sich ein bißchen einzuradeln. Zumal mir die Insel zeigte, dass sie richtige Berge hat. Ein paar "3. Gang-Steigungen" mit Puls 160 waren schon dabei.

In Victoria fuhr ich erst einmal zur Touristinformation um mir Infos zu besorgen. Ich bekam aber nicht nur Papierberge von Infos, sondern auch die Nachricht das die Stadt zu 92% ausgebucht ist. Kein Zimmer für unter 150,- (kanadische) $ war zu bekomen. Das es hier im Umkreis von 30 km keinen Campingplatz gibt, hatte ich schon in Deutschland recherchiert.

So landete ich im Hostel "Ocean Island Backpackers Inn" und mußte pro Nacht für einen Raum so breit wie ein Doppelbett und nur 1,5 m länger 70,- $ hinblättern. Mit Toiletten und Duschen im Treppenhaus. Und hier ist noch Vorsaison!!!

 

Die gekachelten Räume erwiesen sich allerdings als sehr sauber und großzügig gestaltet und so duschte ich ersteinmal ausgiebig, bevor es zur ersten Sightseeingtour los ging:

Victoria geizt nicht mit Reizen. Das Parlamentsgebäude mit Totem im Vorgarten, im Hafen wird auch gewohnt und geflogen und drei große Kreuzfahrschiffe ergänzten für`s Wochenende die Einwohner von 86.000 mal eben auf über 100.000.

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Kommentare: 4
  • #1

    Karin Haas (Sonntag, 04 Juni 2017 17:19)

    Sieht super aus. Viel Spass. Wie klappt es mit dem Jetlag?
    Viele Grüsse

  • #2

    Ernst (Montag, 05 Juni 2017 16:05)

    Hallo Karin,
    danke! Habe mich schon recht gut an die neuen Zeiten gewöhnt. Hunger und das "Gegenteil" sind noch ein wenig aus dem Takt ;-).
    LG, Ernst

  • #3

    Marco (Sonntag, 11 Juni 2017 21:01)

    Richtig, richtig schön! Nur die Preise sind eine Frechheit!

  • #4

    Der Heidjer Radler (Montag, 19 Juni 2017 22:31)

    Schöne Bilder aus Viktoria, ich kann mich kaum noch daran rinner wie es dawar aber daswetter war auch gut.
    michi