Ankunft in Vancouver

Nach einem einigermaßen guten Flug, 11 Stunden Economy reichen, kam ich bei gemischtem Wetter und 15° an. Die bange Frage war: Ist das Fahrrad unbeschadet oder überhaupt angekommen? Sind die vier zu einem Gepäckstück zusammengepackten Packtaschen komplett geblieben? Oder hat die "Security" alles auseinander genommen und die Packtaschen nicht wieder richtig zusammengeschnürt? Genügend prüfwürdiges habe ich ja dabei: der Kocher, die Thermoskanne und so manches mehr. Und akzeptiert die Einreisebehörde das ich kein Rückflugticket habe?

 

Aber zum Glück ging alles gut. Die Einreisebehörde wollte mich gar nicht sehen. In Vancouver gibt es einen "Self-check-in". Man scannt seinen Paß ein, stellt sich vor eine Kamera, beantwortet an einem Display die üblichen Fragen und nach einem Plausibilitätscheck wird ein "Ergebnis" ausgedruckt. Dieses zeigte ich einer netten Dame, woraufhin sie ein freundliches "Welcome in Canada" murmelte und sich bereits dem nächsten Passagier zuwendete. Ich beobachtete, dass einige Reisende nach dem Vorzeigen des Ausdrucks zu einem Schalter geschickt wurden. Die hatten wohl irgendwo ein falsches Kreuzchen gesetzt.

Beim Gepäckband kamen auch schon, noch immer prima verzurrt, meine Packtaschen heraus mit denen ich zum Schalter für Sperrgepäck ging. Und welch eine Freude. Ich kam um die Ecke und da stand bereits mein Fahrradkarton. 

Schnell nahm ich das Rad heraus, schraubte die Pedalen wieder dran, stellte den Lenker quer und hängte die Packtaschen an die Träger. Dann der bange Gang zum Zoll. Hier aber die nächste Überraschung. Mit einem wohlwollenden "Take care" wurde ich, ohne überhaupt stoppen zu müssen, durchgewunken.

Per Bahn und Bus ging es dann zum Fährterminal und keine vier Stunden nach der Landung fuhr ich in den Bauch der riesigen Fähre, die mich nach Vancouver Island brachte.

 

Beim Sperrgepäck: Hurra, alles ist ok!
Beim Sperrgepäck: Hurra, alles ist ok!

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Kommentare: 6
  • #1

    Manfred (fahrradmechaniker) (Samstag, 03 Juni 2017 20:03)

  • #2

    Marco (Sonntag, 11 Juni 2017 20:56)

    Das nenne ich mal kanadische Gastfreundlichkeit. In den Staaten wäre das sicherlich anders verlaufen :D

  • #3

    Papa (Montag, 12 Juni 2017 03:24)

    Ja mein Sohn, die Amis hätten mich mit Sicherheit mehr "zur Brust genommen".
    Aber natürlich lwar das Verhalten der Behörden in meiner seriösen Ausstrahlung begründet!!!!!

  • #4

    Marco (Dienstag, 13 Juni 2017 22:10)

    seriöse Ausstrahlung *räusper*

  • #5

    Der Heidjer Radler (Montag, 19 Juni 2017 22:03)

    Moin aus Buchholz
    Ich habe heute im Wochenblatt mit spannung gelesen, dass Sie einmal Quer durch Kanada Radlen.
    Das finde ich schon eine SUPER Leistung was Sie sich da vorgenommen haben. Da so etwas für fast alle Träumer nur ein Traum bleib (leider ich auch eingeschlossen). Freue ich mich schon auf ihren Reiseberichte.
    Ich fahre ein S-Pedelec und habe gleich überlegt wie es ist mit ein E-Bike zufahren und wo bekommt man wohl regelmäßig den Storm zum aufladen her. Aber halt nur Träume. Werde auch in 2wochen in Kanada sein allerding auf der Ostseite. Mal sehen was ich für Fahräder da mieten kann.
    Also ich wünsche Ihnen viele schöne Abendteuer und das Sie viele nette Leute kennen lernen.
    Sie haben meinen vollen Respekt.
    mfg und bis bald
    Michi
    P.S. Ich wünsche Ihnen das die Bären ihnen aus dem Weg gehen.

  • #6

    Ernst Weber (Dienstag, 20 Juni 2017 23:58)

    Danke Heidjer Radler!